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Aktualisiert: 10.07.2018

1 Zehntel zu viel...

Mit einem vom siebenfachen Deutschen Meister Matthias Kahle zur Verfügung gestellten Skoda Fabia R 5 starteten Rolf Petersen und Jürgen Krabbenhöft bei der Premiere der ADAC Rosenhof Rallye im ostholsteinischen Grube. Zuvor konnte das Team den reinrassigen Rallye-Boliden nur wenige Runden auf dem Flugplatz „Hungriger Wolf“ testen. Ein kleiner Nachteil, wie sich im Wettbewerb herausstellen sollte.

„Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen unserem betagten, fast 20 Jahre alten Mitsubishi Lancer und diesem aktuellen Motorsport-Fahrzeug mit absolutem up-to-date-Standard. Die Zeit war viel zu kurz, um sich komplett auf dieses Auto einzustellen und es richtig schnell zu bewegen. So war unser Ziel ein Platz unter den ersten Fünf und ein Nutzungsgrad von 80 %“ äußerte sich Rolf Petersen vor dem Wettbewerb.

Entsprechend verhalten gingen die beiden Altmeister die Rallye an. Auf dem schnellen Asphalt-Rundkurs in Suxdorf gelang ihnen die viertschnellste Zeit. Auf der „Königsprüfung“ der Rosenhof Rallye, einer gemischten Asphalt-Schotter-Strecke über den gleichnamigen Gutshof von Kai-Dieter Kölle, konnte Rolf Petersen das Potenzial des Skoda noch besser abrufen. Im Ziel der 14,5 km langen Wertungsprüfung wurde die zweitschnellste Zeit notiert. Damit lagen die beiden zwar immer noch auf dem vierten Gesamtrang, nun aber in Schlagdistanz zu den Podiumsplätzen.

Entsprechend motiviert wollten die beiden dann den zweiten Durchgang in Suxdorf „unter die Räder“ nehmen. Doch leider fiel diese Wertungsprüfung nach dem Unfall eines Funktionärs aus. Auch die Prüfung über den Rosenhof wurde ein zweites Mail gefahren. Petersen/Krabbenhöft konnten die Zeit aus Durchgang 1 noch einmal um 8 Sekunden unterbieten. Damit war ein Platz auf dem Treppchen in greifbarer Nähe. Die letzte Prüfung „Siggeneben“, ebenfalls eine Mischprüfung über 4,2 km, musste die Entscheidung bringen.

Leider fiel diese gegen die beiden „Nordlichter“ aus. Im Ziel fehlte ihnen 1 Zehntelsekunde zum dritten Platz.

Leschek/Haulsen: Probleme mit den Uhren

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Als Top-Favoriten waren Michael Leschek und Holger Haulsen von den Motorsportfreunde Idstedt mit dem Stadtwerke Mitsubishi i-MiEV nach Lübeck gereist, mit einem für die beiden enttäuschenden 7. Platz in der sportlichen Wertung kehrten sie zurück.

An den drei Tagen des Wettbewerbes standen 16 Sollzeitprüfungen mit Längen zwischen 50 m und 11 km auf dem Programm. Hinzu kamen 14 Orientierungsetappen und 2 Leistungsprüfungen (je 1 Slalom und Beschleunigungsprüfung). Die Leistungsprüfungen wurden nicht zur Gesamtwertung herangezogen, sondern separat gewertet.
Die Fahrtstrecke begann auf dem Lübecker Marktplatz, das Etappenziel am Freitag war der Schwedenkai in Kiel, das ziel am Sonntag im Travemünder Brügmanngarten.
Es sollte sich schnell zeigen, dass die Wiederholung des Gesamtsieges oder ein Platz auf dem Treppchen für das MSF-Team in diesem Jahr nicht möglich war. Bei einigen Prüfungen waren Leschek/Haulsen überaus zufrieden, hier lagen die Abweichungen zum Teil unter 1 Sekunde. Dann aber haderten die beiden über erhebliche Differenzen von 2 Sekunden und mehr zur vorgegebenen Sollzeit. Die selbstkritische Fehleranalyse von Copilot Holger Haulsen: „Mit dem Umgang von 2 Stoppuhren und einer neuen Uhr hatte ich einige Male Probleme. So bekamen wir 1 x sogar die Maximal-Zeit (5 Sekunden) ‚aufgebrummt‘, weil wir das Ziel auf einem Firmengrundstück nicht auf Anhieb gefunden haben.“
Besser in Form zeigte sich Fahrer Michael Leschek. Auf der eng gesteckten Slalom-Leistungsprüfung im Gewerbegebiet von Neustadt/Holstein fuhr er auf Schotter mit einem deutlich unterlegenen Fahrzeug die zweitschnellste Zeit. Der MSF-Pilot bewies sein fahrerisches Können und ebenso die Wendigkeit des Mitsubishi i-MiEV. Mit 67 PS war der Mitsubishi das leistungsschwächste Fahrzeug im Feld. Alle anderen hatten mindestens 92 PS, das stärkste Fharzeug – ein Tesla Model X - sogar 700 PS. Schneller als die MSFer war ein Team auf einem Renault ZOE mit 92 PS.

9. Nordeuropäische E-Mobil Rallye: Leschek/Haulsen wieder am Start

Foto: ECO-Mobility e.V.

Am 22. Juni 2018 wird auf dem historischen Markt in der Lübecker Innenstadt die 9. Nordeuropäische E-Mobil Rallye gestartet. Mit der Startnummer 3 ist das Team Michael Leschek/Holger Haulsen von unserem Club erneut dabei. Das MSF-Team freut sich sehr darüber, dass die Stadtwerke Schleswig ihnen auch in diesem Jahr den Mitsubishi i-MIEV für diesen Wettbewerb zur Verfügung stellen und zählt erneut mit zu den Sieganwärtern.
Nach dem Rampenstart geht es auf den 33 km langen Prolog, der unter anderem auch eine Wertungsprüfung in der Altstadt beinhaltet. Eine weitere Prüfung („Nacht-GrandPrix“) folgt in der Bad Schwartauer Fußgängerzone. Nach einer Übernachtungspause in der Hansestadt findet der Restart zur Mittagszeit wiederum auf dem Marktplatz statt. Durch die Holsteinische Schweiz geht es dann in die Landeshauptstadt Kiel.  Nach verschiedenen Prüfungen und „Ladepausen“ ist ab 18 Uhr die Ankunft im Port of Kiel vorgesehen. „Damit ist diese Veranstaltung auch ein Teil der Kieler Woche, darüber freuen wir uns besonders“ brachte Copilot Holger Haulsen zum Ausdruck. Nach dem Public Viewing des WM-Spiels Deutschland:Schweden in der Kieler Brauerei am Alten Markt geht es mit dem Bus zur Übernachtungspause in Rendsburg.  Die Fahrzeuge werden über Nacht auf dem abgeschlossenem Be-triebsgelände der Stadtwerke Kiel aufgeladen.
Um 11:01 Uhr geht es dann auf die letzte 127 km lange Etappe mit einer „Zwischenaufladung“ in Lütjenburg nach Grömitz und von dort weiter zum Zieleinlauf im Travemünder  Brügmanngarten  direkt am Ostseestrand. Hier findet anschließend auf der Strandpavillion-Bühne die Siegerehrung statt. Neben schmucken Ehrenpreise werden auch in diesem Jahr wieder  Tickets für die Teilnahme an der China International E-Mobile Rally Championships in Hunan vergeben!

4. Lauf zur Dänischen Rallye Meisterschaft: Platz auf dem Treppchen!

Es war eine äußerst staubige Angelegenheit: Der vierte Lauf zur Dänischen Rallye Meisterschaft fand in der Landschaft Djursland nordöstlich von Aarhus statt. Der Veranstalter Randers Auto Sport hatte 5 verschiedene WP mit einem Schotteranteil von 45 % ausgesucht. Nach der anhaltenden Trockenheit im Mai und Juni eine Her-ausforderung für die 62 angetretenen Teams.
Rolf Petersen und Copilot Jürgen Krabbenhöft fuhren auf der ersten WP die zwölftbeste Zeit und waren mit diesem Auftakt sehr zufrieden. Allerdings sollten sich die Mienen der beiden bereits auf WP 2 deutlich verschlechtern. Wenige Meter vor dem Ziel rutschten sie in einer Rechtskurve von der Strecke und landeten im weichen „Schmull“. „Zum Glück kamen wir ziemlich schnell wieder in Gang, dennoch betrug der Zeitverlust knapp 20 Sekunden und wir rutschten etliche Plätze nach hinten“ ärgerten sich Fahrer und Beifahrer.
Dieses Aha-Erlebnis steckte den beiden auch auf dem nachfolgenden schnellen Asphalt-Rundkurs noch in den Knochen. Hier notierten die beiden die 25. Zeit aller Teilnehmer. Bis zur Pause stabilisierte sich die Mitsubishi-Besatzung und kämpfte sich wieder einige Plätze nach vorne.
In der zweiten Rallyehälfte gingen die beiden Altmeister auf der einzigen vollständigen Schotterprüfung dann richtig zur Sache und erzielten die achtbeste Zeit. Vor den beiden letzten WP hatten sie sich mit einer konstant schnellen Fahrt auf den achten Gesamtrang nach vorne gearbeitet.  „Zu Platz sieben betrug der Abstand ganze 2 Sekunden und die wollten wir auf den beiden verbliebenen Strecken gutmachen“ lautete die Marschroute. Das Vorhaben gelang, mit einem Vorsprung von 0,8 Sekunden erreichten die beiden „Altmeister“ als Siebte das Ziel. In der mit 11 Fahrzeugen besetzten Klasse 6 der hubraumstarken Allradfahrzeugen bedeutete dies den 3. Platz hinter den mehrfachen dänischen Meistern Ib Kragh/Freddy Pedersen und Roland Poulsen/ Ole Frederiksen, beide auf aktuellen Skoda Fabia R5. „Zum ersten Mal standen wir in Dänemark mit auf dem Treppchen. Darüber haben wir uns riesig gefreut“ zogen die beiden ein zufriedenes Fazit.

Rallye Grönegau: Gruppen- und Klassensieg – 10. Gesamt

Mit geringen Erwartungen fuhren Rolf Petersen und Jürgen Krabbenhöft nach Melle bei Osnabrück, um an der 11. Ausgabe der Rallye Grönegau teilzunehmen. Zum einen lag das an dem enorm starken Starterfeld mit über 90 Teams aus 3 Nationen, darunter alleine 14 allradgetriebene Fahrzeuge, zum anderen war die Skepsis der Tatsache geschuldet, dass die beiden „Nordlichter“ zum ersten Mal an dieser Veranstaltung teilnahmen – das Terrain also im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten überhaupt nicht kannten. Bereits nach dem Abfahren der Wertungsprüfungen zeigten sich die beiden „Altmeister“ begeistert. „So anspruchsvolle Strecken in hoher Qualität haben wir nicht erwartet“ lautete der einhellige Kommentar vor dem Start. Begeisterung auf der einen, wachsende Skepsis auf der anderen Seite. „Hier ist man absolut im Vorteil, wenn man die eine oder andere Strecke kennt“ begründete Rolf Petersen die Zurückhaltung. Aber bereits auf dem ersten Rundkurs konnten Petersen/Krabbenhöft den 19 Jahre alten Mitsubishi auf den guten 13. Platz steuern, steigerten sich anschließend trotz des einsetzenden Regens und wurden zur Halbzeit des Wettbewerbes auf Platz 9 gewertet. Nach der Pause wurden die Bedingungen besser. Das kam insbesondere den Teams mit guten Streckenkenntnissen zugute. Trotzdem behauptete sich die Mitsubishi-Besatzung unter den Top Ten und beendete die Veranstaltung gemeinsam mit 70 weiteren Teams in Wertung. Dabei setzten Rolf Petersen und Jürgen Krabbenhöft auf 5 der 6 Wertungsprüfungen die Bestzeit in der mit 12 Teams gut besetzten Fahrzeuggruppe CTC und gewannen diese Gruppe und zugleich auch ihre Klasse deutlich. Zum Zweiten betrug der Abstand fast 50 Sekunden. In der Gesamtwertung freuten die beiden über den guten zehnten Rang.

3 MSF-Teams bei der ADAC Cimbern Rallye

Drei Teams unseres Clubs nahmen an der ADAC Cimbern Rallye teil. Die "Altmeister" Rolf Petersen/Jürgen Krabbenhöft bewiesen einmal mehr ihr Können. Dabei hatte das Mitsubishi-Team auch noch Pech und Glück zugleich. Zwei Tage vor der Rallye versagte das Aggregat im betagten Mitsu seinen Dienst, eine Raparatur war nicht möglich. Kurzerhand wurde ein Serienmotor eingebaut, der am Abend vor dem Start zum Leben erweckt werden konnte. Mit weniger Ladedruck und damit weniger Leistung erreichten die beiden dennoch den 24.Platz in der Gesamt- und den 7. Rang in der Klassenwertung.

Jörn und Finn Perlow hatten in etwa den gleichen Stress vor der Rallye. Ihr neu aufgebauter BMW E86 wurde am erst Freitag vor dem Wettbewerb vom TÜV abgenommen und dann zugelassen - da braucht es schon starke Nerven. Und die hatten die beiden. Mit konstant guten Zeiten überzeugten sie bei ihrem ersten Einsatz auf dem schnellen Hecktriebler und erreichten den sehr guten 30. Platz im Gesamtklassem,ent. In ihrer Klasse wurden sie ebenfalls Siebte.

Das frühzeitige Aus kam für Hauke Kiso/Torsten Johne nach der 51. Zeit in der WP 1 dann in der WP 2. Am Volvo C 30 brach eine Antriebswelle, es gab keine Chance zur Weiterfahrt - das Team musste ihre Fahrzeug auf den Trailer laden und konnte nur noch zuschauen.

Fotos: RBHahn, Olaf Thimsen

Rolf Petersen / Jürgen Krabbenhöft
Jörn Perlow / Finn Perlow
Hauke Kiso / Torsten Johne