Slalom total » DSM 2017 » Presse

Aktualisiert: 07.06.2017

Vierte Siege für Fuchs und Gass

Bei besten äußeren Bedingungen liefen die beiden zur Deutschen Meisterschaft zählenden ADAC Slalom-Veranstaltungen der Motorsportfreunde Idstedt nahezu reibungslos ab. Kurze Unterbrechungen gab es nur, wenn defekte Fahrzeuge von der Strecke geschoben werden mussten. Einmal musste Slalomleiter Holger Haulsen (Schleswig) „fremde Hilfe“ in Anspruch nehmen: Die Freiwillige Feuerwehr Eggebek überbrückte einen kurzfristigen Stromausfall mit ihrem Notstrom-Aggregat. Kein Wunder, dass Haulsen eine positive Bilanz zog: „30 Minuten nach der Zieldurchfahrt des letzten Starters waren alle Ergebnisse fertig und auf www.slalom-total.de veröffentlicht. Das war absolut perfekt, da bleibt mir nur ein riesengroßes Dankeschön an den ASB Flensburg für den Sanitätsdienst, die Freiwillige Feuerwehr Eggebek für die Sicherheit und an die vielen Helferinnen und Helfern, gleich mit welcher Aufgabe sie betraut waren!“
Die beiden Top-Favoriten Mario Fuchs (Grafschaft, Mitsubishi Lancer) und Hans-Martin Gass (Kösching, Audi A3 TSFI) gewannen jeweils die Gesamtwertung und schraubten die Zahl ihre Eggebek-Siege damit auf jeweils vier. Fuchs verpasste  den Sieg am Pfingstmontag und damit die alleinige „Tabellenführung“ durch zwei Pylonenfehler. Insgesamt konnten sich in den zwölf verschiedenen Fahrzeug-Klassen sieben Fahrer gleich zweimal den ersten Rang und damit die höchste Punktzahl sichern darunter auch der weiterhin in der Deutschen Meisterschaft führende Philipp Hartkämper (Delbrück, VW Golf). Die schnellsten fehlerfreien Einzelläufe fuhr an beiden Tage Mario Fuchs auf seinem über 400 PS starken und allradgetriebenen Mitsubishi. Dabei erreichte der Grafschafter mit 113,8 km/h am Pfingstsonntag auch die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit auf der etwas kürzeren Strecke. Am Pfingstmontag lagen die Werte durchweg um 2 bis 3 km/h niedriger.
Erfreulich das Abschneiden der neun angetretenen MSF-Piloten. Routinier Björn Dau (Ringsberg, Honda CRX) fuhr in der Gesamtwertung die Plätze 12 und 16 heraus und belegte in seiner Klasse H 13 den zweiten bzw. vierten Rang. Morten Dau (Flensburg, Honda CRX) erreichte in der Gesamtwertung die Plätze 20 und 24, in der Klasse standen die Ränge 6 und 9 zu Buche.
Für eine tolle Überraschung sorgte Carsten Diercks (Tarp, VW Polo). Der 18jährige Shooting-Star der beiden letzten Jahre fuhr am Sonntag drei blitzsaubere Wertungsläufe in der Klasse F 9 und gewann mit 1,9 Sekunden Vorsprung die mit elf Startern besetzte Klasse. Sein Vater Hauke wurde Vierter, Bruder Morten belegte Rang fünf. Kein Wunder, dass die motorsportbegeisterte Familie bei der Siegerehrung strahlende Gesichter hatte. Leider folgte auf die große Freude am nächsten Tag eine tiefe Enttäuschung – eine gebrochene Antriebswelle auf VW Polo zwang alle drei zur Aufgabe. An beiden Tagen mussten insgesamt sieben Starter mit technischen Defekten aufgeben.
Platzierungen unter den besten Fünf erreichten darüber hinaus Hans-Heinrich Brodersen (Jörl, BMW 318) als Dritter und Fünfter der Klasse G 3, Rolf Brodersen (Bergenhusen) als Vierter dieser Klasse auf dem gleichen Fahrzeug und auch Jörg Schweder (Süderhackstedt) steuerte den BMW am Sonntag auf Platz fünf.

Zu den Ergebnissen geht es hier...

Carsten Diercks, Mario Fuchs und Björn Dau

Schleswiger Nachrichten vom 7. Juni 2017

Rekord-Nennungsergebnis für die Wettbewerbe 33 und 34

Holger Haulsen, langjähriger Sportleiter der Motorsportfreunde Idstedt im ADAC, strahlt: „Ich bin ja schon lange im Geschäft, aber so ein Nennungsergebnis habe ich noch nicht erlebt. Erstmals in der Geschichte unseres Vereins mussten wir Nennungen abweisen, um die ordnungsgemäße Durchführung nicht zu gefährden!“ Weit über 100 Meldungen forderten den Schleswiger bei der Umsetzung des Zeitplanes heraus. Letztlich ließ er 87 (Sonntag) bzw. 90 Teilnehmer (Montag) zu. „Es fällt schwer, einigen  Teil-nehmern eine Ablehnung mitzuteilen, aber es gibt keine Alternative“ lautete seine Begründung.
„Aufgrund unserer peripheren Lage ist das Ergebnis sensationell und freut uns sehr“ stellte MSF-Vorsitzender Bernd Becker heraus.
Zum siebten Mal in Folge zählen die MSF-Wettbewerbe zur Deutschen Slalom-Meisterschaft und zum Norddeutschen ADAC Slalom-Cup. „Damit sind wir seit Jahren in der Spitze der Veranstalter dabei, eine Tatsache, die uns erfreut und immer wieder anspornt, den Wettbewerb besser zu gestalten“ führte Holger Haulsen aus. Dazu zählen in diesem Jahr eine Verlegung des Start- und Zielbereiches an den südlichen Punkt der Strecke, eine leichte Streckenänderung, das Glätten einer „Sprungkante“ und die Vergabe von Preisen, die es anderswo nicht gibt.
„Pokale haben die meisten Fahrer mehr als genug. Wir vergeben daher Mini-Leuchttürme – in diesem Jahr den originalgetreuen Nachbau von List-Ost – und daneben Lebensmittelpreise in Form von Präsentkörben und Mettwürsten. Das kommt sehr gut an“ begründet Bernd Becker das Festhalten an dieser Tradition.
Sportlich stehen an beiden Tagen knapp 3 km lange Strecken auf dem Programm. Nach einem Trainings-durchgang werden jeweils drei Wertungsläufe gefahren. Die Fahrtzeiten und evtl. Strafzeiten durch das Umwerfen von Pylonen oder das Auslassen von Toren werden addiert. Die Fahrerin bzw. der Fahrer mit der geringsten Fahrzeitsumme ist der Sieger.
„In der Summe werden damit über 2.060 km auf Bestzeit gefahren. Der Zeitplan ist eng, außergewöhnliche Vorfälle können wir dabei ebenso wenig brauchen wie den Starkregen im Vorjahr“ nannte der MSF-Sportleiter die Anforderungen an die Abwicklung.
Mit Mario Fuchs (Grafschaft, Mitsubishi Lancer), Hans-Martin Gass (Kösching, Audi A3 TSFI), Ralph Noelle (Herdecke, BMW 320is), André Jeuschede (Herdecke) und Roland Wallrab (Gersfeld, beide BMW M3) kommen die Top-Favoriten aus West- und Süddeutschland. Damit sind die Sieger der letzten vier Jahre erneut am Start. Bisher gewannen Fuchs und Gass jeweils dreimal die Gesamtwertung.
Die Last der Lokalmatadoren tragen die MSF-Piloten Björn und Morten Dau, die ihren gewohnt schnellen  Honda CRX an den Start bringen. Insgesamt kommen fast 40 Pilotinnen und Piloten des Starterfeldes aus Schleswig-Holstein, darunter alleine neun Fahrer der Motorsportfreunde Idstedt.
Beide Veranstaltungstage beginnen um 8:00 Uhr mit den Trainingsläufen der ersten Startgruppe und enden gegen 18:00 Uhr.

 

 

Bloß kein Gewitter!

 

 

 

Schleswiger Nachrichten vom 3. Juni 2017