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Aktualisiert: 18.11.2015

Premierenjahr endete mit Rang acht

Mit Nikolai Vogt traute sich der allererste MSFer zur Teilnahme am Youngster-Cup, einer Nachwuchswertung des ADAC Schleswig-Holstein. Der 16jährige Sieverstedter vertraute dabei auf die Kenntnisse und Fähigkeiten von Peter Peters. Der Sportleiter des AC Nordfriesland hat bereits mehrere junge Talente "herausgebracht".Im Januar setzte sich der damals erst 15 Jahre alte Nikolai zum ersten Mal hinter ein Autolenkrad und absolvierte unter den wachsamen Augen von Trainer Peters seine ersten Meter. Es folgten vier Sichtungstage beim ADAC, die für Nikolai mit einer bestandenen Prüfung endeten.

 

Die Serie bestand 2014 aus insgesamt neun Wettbewerben, von denen die besten sechs Ergebnisse zählten. Der erste Start erfolgte im April beim AC von Kiel. Dort belegte der Newcomer einen guten 10 Platz unter 14 Teilnehmern. Sein schlechtestes  Ergebnis holte er sich in Kaltenkirchen ab. Ein kurzzeitiges Verlassen der Strecke bedeutete gleich den letzten Rang.
Beim "Heimslalom" des AC Nordfriesland im September haderte das Geburtstagskind mit der Technik des vom ADAC Schleswig-Holstein bereitgestellten Opel Corsa, der letztlich im 2. Lauf mit einem Kupplungsschaden den Dienst quittierte.

Nach dem Motto "The best for last" fuhr Nikolai am Tag der deutschen Einheit sein bestes Saisonergebnis ein. Unter  10 Startern fuhr er auf den fünften Platz und sicherte sich damit quasi auf der Zielgeraden den achten Rang in der Meisterschaftswertung der Klasse 1. In dieser Youngster-Cup-Kategorie wurden insgesamt 14 Jugendliche und junge Erwachsene gewertet.

Dritter SH-Titel für Björn Dau

Nach dem Gewinn der norddeutschen Meisterschaft im Vorjahr lautete die Zielvorgabe für die Saison 2014 für den MSF-Fahrer Björn Dau ganz klar, endlich die dritte Schleswig-Holstein-Meisterschaft einzufahren. Im Vorjahr musste er diesen Titel aufgrund einer Terminüberschneidung mit der norddeutschen Meisterschaft bewusst verloren geben. Immerhin lag sein letzter Gewinn der Landesmeisterschaft bereits über fünf Jahre zurück.
Zwei weitere MSF-Fahrer nahmen ebenfalls teil. Björns Bruder Morten wollte nach seinem dritten Gesamtrang im Vorjahr wieder aufs Treppchen, Ralf Lindemeyer schielte auf die Top Ten.
10 Läufe standen auf dem Programm, die besten 7 Resultate flossen in die Wertung.

 

Schlechter Saisonbeginn
Die Saison begann jedoch denkbar schlecht. Aus privaten Gründen mussten alle 3 MSFer den ersten Lauf in Lüneburg auslassen. Für die Dau-Brüder begann die Saison dann auf dem Travering in Bad Oldesloe. Auf dem interessanten Kurs mit zahlreichen Steigungen wurde den Fahrzeugen und Pilotenb viel abverlangt. Nachdem es im Training noch nach einem erfolgreichen Saisonstart aussah, verlor der Hobda plötzlich an Leistung. Morten rettete noch einen dritten Platz ins Ziel, Björn konnte danach nur noch beim Aufladen helfen. In der hei-mischen Werkstatt wurde ein Kurbelwellenlagerschaden diagnostiziert. Damit hatte Björn  bereits zu Saisonbeginn zwei seiner drei Streichergebnisse voll „eingefahren“.

Nervenstärke beim Heim-Slalom
Doch der routinierte MSGF-Pilot bewies Nervenstärke. Auf dem ehemaligen Flugplatz in Eggebek unterzogen die Lokalmatadoren ihren Motor einem echten Härtetest. Diesen be-stand das Aggregat vorzüglich und lief die restliche Saison problemlos. Die Eregebnisse auf heimischem Geläuf konnten sich sehen lassen:
 Bei den beiden Veranstaltungen in Eggebek zeigte er am Samstag einen guten Einstand. Mit fehlerfreien Wertungsläufen landete er auf Platz sieben in der mit 14 Fahrern stark besetzten Klasse. Auch am Sonntag blieb er Fehlerfrei, konnte jedoch seine guten Fahrzeiten nicht wiederholen. Er kam an diesem Tag nicht wirklich zurecht und landete somit nur auf einen 12. Rang. Aber erste Punkte waren endlich eingefahren. Hinter Doppelsieger Christian Müller aus Berlin (Peugeot) und BMW-Pilot Jörg Gröndahl auf seinen BMW 316 platzierte sich Björn auf Platz drei, knapp zwei Sekunden vor seinem Bruder Morten, der Platz vier einfuhr.
Am Sonntag kamen die Dau-Brüder deutlich besser zurecht. Die Plätze zwei für Björn und drei für Morten waren am Ende der Lohn. Bei seinem Saisoneinstand fuhr Ralf Lindemeyer  fehlerfrei auf Platz sieben in der mit 14 Fahrern stark besetzten Klasse. Auch am Sonntag blieb er ohne Fehler, konnte jedoch seine guten Fahrzeiten nicht wiederholen und wurde Zwölfter.

"Hungriger Wolf" kein gutes Pflaster
Am Pfingstmontag ging es nach Itzehoe, wo die Björn und Morten nicht zurechtkamen. Am Ende landete Morten auf den vierten Platz und profitierte dabei von einigen Pylonenfehlern der Konkurrenz. Björn konnte seinem Bruder nicht folgen und wurde Fünfter. Wichtig jedoch für beide an diesem Tag. Die direkte Konkurrenz um die Schleswig-Holstein Meisterschaft platzierte sich allesamt noch weiter hinten.

Kaki: Eng und holprig
Björn Dau und Ralf Lindemeyer starteten in Kaltenkirchen auf dem engen holprigen Kurs auf dem Festplatz. Für Ralf verlief die Veranstaltung wieder fehlerfrei. Ihm fehlten jedoch rund  drei Sekunden pro Lauf auf die Spitze. Da jedoch auch die Konkurrenz fehlerfrei blieb musste er sich auf dem fünften Platz begnügen. Björn fuhr dagegen voll mit in der Spitzengruppe in seiner mit neun Fahrern besetzten Klasse. Gleich vier Fahrer lagen vor dem letzten Lauf nur 0,14 Sekunden auseinander. Harry Holz und Ditmar Klauza warfen jeweils eine Pylone. Besser machte es Roy Roger Taylor, der mit einer neue Tagesbestzeit den Druck auf Björn als letztem Starter erhöhte. Doch der Ringsberger zeigte keine Nerven, steigerte sich um fast eine Sekunde steigern und holte sich seinen ersten Saisonsieg.

Regenschlacht in Schachtholm
Danach ging es nach Schachtholm zu den Läufen 7 und 8. Da dieser Wettbewerb auch zur deutschen Slalom Meisterschaft zählte, war starke Konkurrenz garantiert. Ralf Lindemeyer blieb wieder einmal fehlerfrei an beiden Tagen. Er baut damit seinen Ruf als Fahrer, der nur selten Fehler macht weiter aus. Jedoch fehlte ein wenig der Speed, so musste er sich an beiden Tagen mit hinteren Plätzen zufrieden geben.
Anders erging es den Dau-Brüdern. Björn fuhr fehlerfrei schnelle und sicherte sich den zweiten Saisonsieg. Morten holte am Ende trotz eines Fahrfehlers Platz zwei. Damit war der erste Doppelsieg der Saison perfekt.
Deutlich turbulenter ging es am Sonntag weiter. Pünktlich zu Beginn der Klasse begann es zu regnen. Noch auf Slicks schlitterten die Fahrer durch den Trainingslauf. Ein Wechsel auf Regenreifen war unvermeidlich. Während dieses Wechsels kam es zu Problemen am vorderen linken Rad. Vater Thorkild Dau und Clubkamerad Heini Brodersen (beide vom Starkregen inzwischen komplett durchnässt) konnten den Schaden gerade noch rechtzeitig zum Start in die Wertungsläufe beheben. So stand Morten pünktlich am Start und wartete eigentlich auf eine Unterbrechung des Veranstalters. Inzwischen war die Aqua-Planing Gefahr zu groß und die Sicherheit für Fahrer und Streckenposten daher nicht mehr gegeben. Morten wurde trotzdem losgelassen und sammelte unter irregulären Bedingungen einige „Aqua-Planing-Erfahrungen“. Zu dem Zeitverlust kamen Pylonen und eine gebrochene Stoßstange hinzu. Obwohl es auch anderen Fahrern so erging, gab es keine Unterbrechung, auch Björn musste auf die Strecke. Mit einer 1:21 Min. konnte er eine erste brauchbare Zeit einfahren. Danach hörte der Regen komplett auf, die Bedingungen wurden deutlich besser. Im zweiten Wertungslauf konnte Morten sich noch auf Platz vier vorfahren, während Björn sich mit einer fehlerfreien Zeit von 1:15 den Klassensieg sicherte.

Ende gut - alles gut!
Die Endläufe fanden in Husum statt. Für Ralf Lindemeyer lief es an diesem Tag endlich wie gewünscht. Am Vormittag „schnupperte“ er am Klassensieg. Doch dann passierte das, was das ganze Jahr noch nicht passiert war: Eine Pylone und ein ausgelassenes Tor ließen den Sieg in weite Ferne rücken. Trotz der 18 Strafsekunden sicherte sich Ralf Platz drei in der mit neun Fahrern stark besetzten Klasse. Am Nachmittag lief es von den Fahrzeiten dann nicht mehr so gut. Knappe zwei Sekunden pro Lauf fehlten nun. Jedoch blieb er wieder fehlerfrei, wodurch ein sicherer zweiter Platz folgte. Auch wenn es nicht für die Top Ten reichte, mit Platz 14 war der MSF-Schatzmeister vollauf zufrieden.
Auch Morten zeigte zwei Seiten von sich. In einer ebenfalls mit neun Fahrern stark besetzten Klasse fuhren gleich sieben um den Klassensieg. Am Vormittag vielen nur wenige Pylonen, so dass die Zeiten entscheidend waren. Am Ende fehlte ihm nur eine knappe Sekunde zu Rang zwei, er wurde Vierter. Besser machte es Björn, der trotz eines Bremsplatten mit zwei guten Runden den nächsten Saisonsieg vor Jörg Gröndahl und Ditmar Klauza einfuhr. Mit diesem Sieg übernahm er erstmals die Führung in der Meisterschasfts-Gesamtwertung. Die-se gab der MSFer am Nachmittag dann nicht mehr her. Zwar konnte Roy Roger Taylor ihn  um 0,42 Sekunden schlagen, jedoch reichte dieses für den Neumünsteraner nur zum Vizetitel hinter Björn Dau, der sich nach 2007 und 2008 den dritten Landesmeistertitel sichern   konnte. Morten erwischte einen rabenschwarzen Nachmittag und konnte mit neun Pylonen (!) nur noch den siebten Platz retten. In der Gesamtwertung der Meisterschaft bedeutet dieses ebenfalls Platz sieben.

Und auch das muss gesagt werden
Björn Dau gewann sozusagen „nebenbei“ auch die Slalom Wertung des Nord-Ostsee Pokales, ebenfalls vor Roy Roger Taylor.

Impressionen der Slalom-Saison 2014

Slalom-Videos auf youtube

Travering - Eggebek - Itzehoe - Kaltenkirchen - Schachtholm - Husum (folgt)